Der Waldmanager:
Digitale Holzlogistik
Vom Setzling bis zum Sägewerk: Mit dem Waldmanager haben wir eine Softwarelösung umgesetzt, die alle Beteiligten – Waldbesitzer, Förster, Frächter, Sägewerke und den Waldverband – effizient vernetzt.
Stefan Krausler-Baumann, 16.06.2026
Johann ist Nebenerwerbslandwirt in der Steiermark. Neben der Versorgung seiner Tiere und der Arbeit auf dem Hof kümmert er sich um seinen Wald – doch beim Holzverkauf ist er oft überfordert: „Wie viele Festmeter habe ich eigentlich? Welcher Preis gilt für welche Holzart? Kann das Sägewerk im Nachbardorf diese Menge überhaupt verarbeiten? Und wer transportiert mir das Holz dorthin?“ Mit diesen Fragen steht Johann nicht alleine da: Allein in der Steiermark gibt es mehr als 25.000 Holzlieferanten, zahlreiche Förster und Waldhelfer. All diese Akteure unter einem Dach zu vereinen, ist alles andere als trivial.
Die Ausgangslage: Hohe Komplexität und fragmentierte Prozesse
Die bestehenden Softwarelösungen der Waldverbände Steiermark und Kärnten stieß zunehmend an ihre Grenzen. Sie waren schwer wartbar und boten nur begrenzten Support. Neue gesetzliche Anforderungen ließen sich nur mit großem Aufwand umsetzen, und ein zukünftiger Fortbestand war ungewiss.
Hinzu kam die Komplexität des Holzgeschäfts: unterschiedliche Steuersätze, verschiedenste Holzarten und individuelle Abrechnungsmodelle für Waldbesitzer.
Johann und Franz verkaufen beide Fichtenholz – optisch wirken die Holzstöße für Laien fast ident. In der Abrechnung zeigt sich aber schnell, wie viele Faktoren den Preis und die Steuer beeinflussen: Johanns Holz ist hochwertig und erzielt einen deutlich höheren Erlös pro Festmeter; bei Franz drückt Käfer- bzw. Schadholz die Sortierung und damit den Preis. Zusätzlich unterscheiden sich die Rahmenbedingungen: Johann ist pauschalierter Landwirt und rechnet mit 13% ab, Franz als Forstunternehmen mit 20% Umsatzsteuer. Und selbst innerhalb eines Betriebs kann es gemischt sein: Lässt Franz einen Teil der Holzernte über den Waldverband organisieren, gilt für diesen Anteil ein anderer Steuersatz als beim „klassischen“ Holzverkauf, da eine lebende Pflanze gekauft wird. Genau diese Kombination aus Qualität/Sortierung, Herkunft, Leistung und Steuerlogik muss eine Holzverkaufs-Software sauber und nachvollziehbar abbilden.
Gleichzeitig mussten die Interessen aller Beteiligten – Waldbesitzer, Förster, Transportunternehmen, Sägewerke – berücksichtigt werden. Jedes Bundesland hatte eigene Prozesse und Sonderfälle. Und dennoch sollte die Software einfach bedienbar sein, um Förster und Waldhelfer zu entlasten.
Der Holzlogistikprozess - Welche Prozesse mit dem Waldmanager abgebildet werden
Unser Ansatz: Prozessverständnis, maßgeschneiderte Software
Um eine saubere technische Lösung anbieten zu können, galt es, die Anforderungen gemeinsam mit dem Waldverband zu erfassen, zu strukturieren und im Detail zu verstehen. Ein erfahrener Senior Developer übernahm die Verantwortung für das Projekt und tauchte tief in die Welt der Holzvermarktung ein. Unterstützt wurde er von weiteren Teammitgliedern, die das Projekt gemeinsam zum Erfolg führten. So entstand nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein fundiertes Verständnis für die praktischen Abläufe und alltäglichen Herausforderungen der Anwender.
Besonderer Fokus lag auf:
- Vereinheitlichung der Prozesse
- benutzerfreundlicher Bedienung
- Effizienz, Nachvollziehbarkeit und Transparenz
Das Ziel: Eine Lösung schaffen, die den Waldverband langfristig entlastet und interne Abläufe klar definiert sowie effizient gestaltet.
Das Ergebnis: Der Waldmanager als zentrale IT-Lösung
Die neue Software bildet den gesamten Holzlogistikprozess ab – von der Holzanmeldung bis zur Verrechnung. Prozesse, die früher fragmentiert und fehleranfällig waren, laufen nun einheitlich, transparent und effizient.
- Förster und Waldhelfer sparen wertvolle Zeit.
- Der Waldverband kann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren.
- Die Abstimmung zwischen Waldbesitzern, Dienstleistern, Waldverband und Sägewerken wurde deutlich vereinfacht.
Neben den Waldverbänden Steiermark und Kärnten nutzen mittlerweile auch Salzburg, das Burgenland und die Waldwirtschaftsgemeinschaft Region Gailtal den Waldmanager – ein klarer Beweis für den Mehrwert unserer Lösung!
Kundenstimmen
„Das Ziel mit der neuen Software war, dass sie zumindest cooler oder besser als die alte sein muss. Wir sind sehr glücklich, dass sie am Ende beides geworden ist.“
– Karl Kurath
Geschäftsführer Waldverband Kärnten
„Das Beste am Waldmanager ist, dass er einen exzellenten Gesamtüberblick bietet und dass verlässliche Zahlen zu allen Prozessen erhält.“
– Willi Pilz
Waldverband Steiermark
„Die Zeitersparnis im Vergleich zum alten System ist auf jeden Fall in Stunden und nicht in Minuten zu beziffern.“
– Sebastian Niederhuber
Waldverband Salzburg
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